Am Freitag, 2. Oktober 2026, war Luftling Drohnenfotografie früh am Morgen für eine Windkraft-Dokumentation im Einsatz. Bei der Ankunft lag Nebel über den Feldern. Dieser Bericht zeigt, wie eine Rotorblatt-Dokumentation bei uns abläuft: von der Abstimmung bis zur Übergabe der Daten.
Vorbereitung und Abstimmung
Ein Einsatz an einer Windenergieanlage beginnt vor dem Flugtag. Mit Ihnen als Betreiber oder Betriebsführung klären wir:
- Prüfumfang und Detailtiefe, abgestimmt mit dem Sachverständigen
- Termin und Stillstandsfenster der Anlage
- Zufahrt, Ansprechpartner vor Ort und Sicherheitseinweisung
- die luftrechtlichen Voraussetzungen am Standort
Den Standort prüfen wir im Kartentool der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (dipul). Im Umfeld von Windenergieanlagen gilt häufig ein geografisches Gebiet nach § 21h LuftVO. Dort ist die ausdrückliche Zustimmung des Anlagenbetreibers nötig. In der offenen Kategorie liegt die Höhengrenze bei 120 Metern. Reicht das für die Anlage nicht aus, ist eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie mit Risikobewertung erforderlich. All das klären wir in der kostenlosen Vorprüfung.
Wetter und Sicht am Morgen
Am 2. Oktober ragten die Türme bei der Ankunft aus dem Nebel. Auf dem Fahrzeugdach lag Tau. Die Sonne ging direkt neben einem der Türme auf. Vor jedem Flug prüfen wir vor Ort:
- Wind: Messung am Boden und Vorhersage für die Höhe der Anlage, innerhalb der Grenzen der Drohne
- Sicht: Die Drohne muss für den Piloten jederzeit sichtbar bleiben.
- Feuchtigkeit: Tau oder Beschlag auf Linse und Drohne wird vor dem Start entfernt.
- Licht: Tiefe Sonne erzeugt Gegenlicht auf einzelnen Blattseiten. Das berücksichtigen wir bei der Reihenfolge.
Gestartet wird erst, wenn Sicht und Wind passen. Ist das Wetter ungeeignet, verschieben wir den Termin ohne Aufpreis.

Startplatz und Preflight-Check
Der Startplatz liegt auf freier Fläche mit Abstand zur Anlage. Das rote Landepad gibt der DJI-Drohne einen ebenen, sauberen Punkt für Start und Landung, auch auf Gras. Danach folgt der Preflight-Check auf dem Display der Fernsteuerung:
- Akkus von Drohne und Fernsteuerung geladen
- Propeller, Gimbal und Kamera unbeschädigt, Linse sauber
- GPS-Empfang und Kompass in Ordnung, Startpunkt gespeichert
- Funkverbindung und Livebild stabil
- Rückkehrhöhe und Verhalten bei Verbindungsverlust eingestellt
- Flugbereich frei, Zustimmung des Betreibers liegt vor
Erst wenn alle Punkte erledigt sind, startet die Drohne. Nach dem Start zeigt das Livebild zuerst das Landepad von oben, dann die Felder und die Anlagen.
Flugablauf am Rotorblatt
Für die Aufnahmen steht die Anlage still. Das übernimmt Ihr Servicetechniker oder die Fernwarte, nicht der Drohnenpilot: Die Anlage wird gestoppt, die Rotorblätter werden in die vereinbarte Position gestellt und der Rotor wird gesichert. Üblich sind die Y-Stellung oder ein Blatt in 6-Uhr-Position. Erst nach dieser Freigabe fliegt die Drohne die Anlage an.

Jedes Rotorblatt wird von vier Seiten aufgenommen, zum Beispiel in dieser Reihenfolge:
- Druckseite
- Vorderkante
- Saugseite
- Hinterkante
Jede Seite wird von der Blattwurzel bis zur Blattspitze erfasst. Die Bilder überlappen sich, damit keine Lücken entstehen. Mit dem Zoom halten wir sicheren Abstand zum Blatt und erfassen trotzdem Details. Zusätzlich dokumentieren wir Turm, Gondel und Nabe von außen.
Auf den Aufnahmen werden typischerweise sichtbar:
- Erosion an der Vorderkante
- Risse und Abplatzungen in der Beschichtung
- Spuren von Blitzeinschlägen und der Zustand der Blitzschutzrezeptoren
- Verschmutzungen auf der Blattoberfläche
Datenablage und Übergabe
Nach dem Flug prüfen wir die Aufnahmen auf Vollständigkeit. Die Übergabe ist klar strukturiert:
- Benennung nach Anlage, Blatt, Blattseite und Position entlang des Blattes
- feste Ordnerstruktur je Anlage
- Übergabe im Online-Websystem, zugeordnet und aufbereitet für den Sachverständigen
- Angaben zum Einsatz: Datum, Wetter, Drohne und Kamera
Rolle des Sachverständigen
Luftling Drohnenfotografie fliegt und dokumentiert. Die Bewertung der Aufnahmen, die Einstufung von Schäden und die Prüfung selbst übernimmt der Sachverständige, zum Beispiel im Rahmen der Wiederkehrenden Prüfung nach den Grundsätzen des Bundesverbands WindEnergie (BWE). Er legt vorab fest, welche Bereiche und welche Detailtiefe er benötigt. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen einen Partner-Sachverständigen.
Seit 2022 ist Luftling Drohnenfotografie mit Sitz in Bonn deutschlandweit im Einsatz und hat im letzten Jahr 50+ Windanlagen dokumentiert. Mehr dazu auf unserer Seite zur Windkraft- und Rotorblatt-Dokumentation.
Jeder Einsatz beginnt mit einer kostenlosen Vorprüfung. Danach erhalten Sie bis zum nächsten Werktag ein Festpreisangebot. Die Aufbereitung der Daten ist inklusive, Fahrtkosten weisen wir separat im Angebot aus. Wie sich der Preis zusammensetzt, lesen Sie unter Kosten & Festpreis.
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Nennen Sie uns Standort, Anlagentyp und gewünschten Umfang. Nach der kostenlosen Vorprüfung erhalten Sie ein Festpreisangebot.

